Pressemitteilung
E-Methanol aus Kassø zu synthetischem Benzin verarbeitet
Mai 12, 2026
Das in der dänischen Power-to-X-Anlage Kassø produzierte E-Methanol wurde zu Benzin verarbeitet und belegt damit seine Eignung als Ausgangsstoff für konventionelle Kraftstoffe.
In Kassø produziertes E-Methanol wurde zu „E-Benzin“ verarbeitet und zeigt damit, wie erneuerbares Methanol die nachgelagerte Kraftstoffproduktion für den Verkehrssektor unterstützen kann.
Das in der dänischen Power-to-X-Anlage Kassø produzierte E-Methanol wurde zu Benzin verarbeitet und belegt damit seine Eignung als Ausgangsstoff für konventionelle Kraftstoffe.
Insgesamt wurden 86 Tonnen verarbeitet und zu verschiedenen Benzinqualitäten aufbereitet, die mit bestehenden Fahrzeugen und Verteilstrukturen kompatibel sind.
Das Projekt zeigt, wie erneuerbarer Strom in flüssige Kraftstoffe für Verkehrsbereiche umgewandelt werden kann, in denen eine direkte Elektrifizierung kurzfristig nicht machbar ist.
12. Mai 2026 – In der dänischen Power-to-X-Anlage Kassø produziertes E-Methanol wurde zu Benzin verarbeitet und demonstriert, wie erneuerbares Methanol als Ausgangsstoff für konventionelle Kraftstoffe genutzt werden kann.
Die Anlage in Kassø gehört Solar Park Kassø, einem Joint Venture von European Energy A/S und Mitsui & Co., Ltd. Der Standort in Aabenraa zählt zu den ersten Power-to-X-Anlagen im kommerziellen Maßstab. Das Werk produziert RFNBO-zertifiziertes E-Methanol unter Verwendung von grünem Wasserstoff, der aus erneuerbarem Strom und Wasser gewonnen wird, in Kombination mit biogenem CO₂.
Mit einer jährlichen Produktionskapazität von rund 42.000 Tonnen beliefert die Anlage industrielle Abnehmer aus den Bereichen Schifffahrt, Chemie und Kraftstoffe.
Im Rahmen des deutschen Forschungsprojekts DeCarTrans wurden 86 Tonnen E-Methanol aus Kassø in der Großpilotanlage der TU Bergakademie Freiberg (TUBAF) verarbeitet. Das Methanol wurde mithilfe des CAC METHAFUEL®-Verfahrens, entwickelt von CAC ENGINEERING GmbH und der TUBAF, in synthetisches Benzin umgewandelt. Die Lother Group (NORDOEL) sowie die eFUEL GROUP bereiteten das Produkt anschließend zu unterschiedlichen Benzinqualitäten auf, darunter RON95 E10, RON98 E10 und RON102.
Die Umwandlung zeigt, dass erneuerbares Methanol, das aus erneuerbarem Strom, Wasser und abgeschiedenem biogenem CO₂ hergestellt wird, zu Drop-in-Kraftstoffen weiterverarbeitet werden kann. Diese sind mit bestehenden Fahrzeugen und der bestehenden Infrastruktur kompatibel, ohne dass technische Änderungen erforderlich sind. Damit wird der Weg für die Einführung erneuerbarer Kraftstoffe und die Reduzierung von Treibhausgasemissionen geebnet.
„Wir sehen E-Methanol als flexibles Zwischenprodukt, das für die Herstellung verschiedener Kraftstoffe eingesetzt werden kann. Dieses Projekt zeigt, dass die Produktion in Kassø auch die Weiterverarbeitung zu Kraftstoffen unterstützt, die mit bestehender Infrastruktur kompatibel sind“, sagt René Alcaraz Frederiksen, EVP und Head of Power-to-X bei European Energy A/S.
Neben der Benzinproduktion kann E-Methanol auch als Zwischenprodukt für die Herstellung von E-SAF dienen und so die Entwicklung erneuerbarer Kraftstoffe in verschiedenen Verkehrssektoren fördern.
„E-Methanol schafft eine industrielle Brücke zwischen erneuerbarer Stromerzeugung und marktreifen flüssigen Kraftstoffen“, sagt Hanspeter Tiede, Geschäftsführer der Lother GmbH.
„Neben einer CO₂-Reduktion von 90 Prozent im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen ist auch die gesteigerte Produktivität unserer Anlage durch das neue dänische E-Methanol hervorzuheben“, sagt Prof. Martin Gräbner, Professor für Energieverfahrenstechnik an der TU Bergakademie Freiberg und verantwortlich für den Betrieb der Freiberger Großpilotanlage.
Die erfolgreiche Umwandlung von E-Methanol zu Benzin eröffnet erhebliches Skalierungspotenzial für erneuerbare Kraftstoffe – insbesondere in Verkehrssegmenten, in denen eine direkte Elektrifizierung kurzfristig nicht umsetzbar ist. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach RFNBO-konformen Kraftstoffen mit der Weiterentwicklung der europäischen Rechtsvorschriften auch in Deutschland steigen wird, wo durch gesetzliche Regelungen Anreize und Quotenverpflichtungen für erneuerbare Kraftstoffe im Verkehrssektor geschaffen wurden.
Über DeCarTrans
Das Projekt DeCarTrans wird im Rahmen des Gesamtkonzepts Erneuerbare Kraftstoffe mit insgesamt 14,93 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie für die Entwicklung regenerativer Kraftstoffe wird von der NOW GmbH koordiniert und durch die Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH sowie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. umgesetzt https://www.decartrans.de/.